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Thematischer Hintergrund

Wie flexibel ist Ihr Herz?

Allgemein gesprochen, zeigt eine hohe Herzfrequenzvariabilität in Ruhe an, dass das Herz flexibel auf eingehende Reize reagiert. Eine geringere Variabilität deutet hingegen auf ein eingeschränktes Reiz-Reaktions- Verhalten des Herzens als Folge einer erhöhten Stressbelastung hin. Daher kann eine verminderte Herzfrequenzvariabilität unter Umständen auf gesundheitliche Einschränkungen hinweisen.


Stress – Gehirn - Hormone

Durch die Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol, sorgt das Gehirn für die schnelle Versorgung mit Glukose. Dieser Mechanismus stellt auch unter Stress sicher, dass das Gehirn trotzdem reagieren kann. In der Regel ist diese Stressreaktion nur von kurzer Dauer und die Hormonwerte sinken wieder auf den Normalzustand ab. Bei unserem heutigen Lebensstil kann aber mentaler Dauerstress den Hormonpegel dauerhaft erhöht halten. Cortisol z. B. sorgt unter anderem dafür, dass sich vermehrt Fett im Bauchraum einlagert. Dieses Bauchfett gilt als Risikofaktor für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und weiteren Krankheiten. Auch unser Essverhalten wird vom Gehirn maßgeblich beeinflusst. Wir essen nicht nur, weil wir hungrig sind, sondern auch aus Appetit oder anderen Gefühlslagen. 


Negativer Stress macht krank

Neben dem Teil des Gehirns, der für unser Bewusstsein zuständig ist, gibt es einen Bereich des Gehirns ( Sitz unserer Emotionen), den man als limbisches System bezeichnet. Der Einfluss unseres Bewusstseins auf das limbisches System ist begrenzt. Wir können unsere Emotionen weit weniger direkt kontrollieren als beispielsweise motorische Körperfunktionen. Deswegen funktioniert es z. B. nicht, sich in einer Angstsituation zu befehlen, keine Angst zu haben. Umgekehrt kann unser limbisches System jedoch die Kontrolle übernehmen, ohne dass sich unser Bewusstsein diesem Einfluss entziehen kann. Das bedeutet, dass der Hirnteil, in dem unsere Emotionen beherbergt sind, gleichzeitig auch wesentliche Körpervorgänge steuert, ohne dass unser Bewusstsein darüber eine direkte Kontrolle ausüben kann. Und genau das ist der Grund, warum chronische Überbelastungen (chronischer Stress), aber auch seelische Erkrankungen wie Depressionen uns auch körperlich krank machen können. 

Die stressbedingte Überversorgung des Körpers mit Energie führt zu einer zellulärem „Überfütterung“ mit Kohlenhydraten, gegen die sich der Körper durch Ausbildung einer Insulinresistenz unter Rückzug von Insulinrezeptoren aus der Membran zur Wehr setzt. Ohne konsequente Stressreduktion können Erkrankungsformen wie Diabetes mellitus Typ II und auch die Folgen eines Metabolischen Syndroms nicht sinnvoll oder nachhaltig behandelt werden. Aber Achtung: Rein diätetische oder medikamentöse Maßnahmen verstärken durch Absenkung des Blutzuckerspiegels die eigentliche Ursache des stressbedingten Energiemangels des Gehirns.


Unser „selbstsüchtiges“ Gehirn

Die Rolle des Gehirns bei der Entstehung von Übergewicht wurde bisher unterschätzt. Der heutige „Dauerstress“ hat einen starken Einfluss auf den zentralen Mechanismus des Energiestoffwechsels. Befindet sich das Stress-System über einen längeren Zeitraum im Ungleichgewicht, kann dieses den Appetit über die Maßen steigern. Der Hirnforscher Achim Peters bezeichnet in seiner „Selfish-Brain-Theorie“ das Gehirn als selbstsüchtig. Es manipuliert den Energiestoffwechsel und stellt immer zuerst seine eigene Versorgung sicher. Erst danach teilt es Muskeln, Organen oder dem Fettgewebe Energie zu. Unser Gehirn benötigt von allen Organen am meisten Energie. Unter Stress steigt dieser Bedarf noch weiter an. Gelingt es dem Gehirn nicht, ausreichend Nährstoffe für sich aus dem Körper anzufordern, steigert das Gehirn das Hungergefühl. Der Organismus wird durch diese Strategie des Gehirns gezwungen, mehr Nahrung aufzunehmen, als gut für ihn ist.

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