Emotionale Zustände (Stress...)
& körperlichen Einschränkungen


Neben dem Teil des Gehirns, der für unser Bewusstsein zuständig ist und der uns das logische Denken ermöglicht (Neokortex), gibt es einen Teil des Gehirns, der Sitz unserer Emotionen ist und den man als limbisches System bezeichnet. Das limbische System ist entwicklungsgeschichtlich älter als der Neokortex. Wir Menschen teilen diese Hirnstruktur deshalb mit allen anderen Säugetieren. Der Einfluss unseres Bewusstseins, auf unser limbisches System ist begrenzt.

Wir können unsere Emotionen weit weniger direkt kontrollieren als beispielsweise motorische Körperfunktionen. Deswegen funktioniert es zum Beispiel nicht, sich in einer Angstsituation zu befehlen, keine Angst zu haben.

Umgekehrt kann unser limbisches System jedoch die Kontrolle über unser Bewusstsein übernehmen, ohne dass sich unser Bewusstsein diesem Einfluss entziehen kann. Beispielsweise kann der Anblick einer Spinne zur panikhaften Fluchtreaktion führen, wenn im limbischen System die Spinne mit übersteigert negativen Emotionen besetzt ist. Da nützt es nichts, wenn die Betroffenen sich klar machen, dass objektiv keine Gefahr droht – die Angst bleibt. Das bedeutet, dass der Hirnteil, in dem unsere Emotionen beherbergt sind, gleichzeitig auch wesentliche Körpervorgänge steuert.
Das ist der Grund, warum chronische Überbelastungen (chronischer Stress), aber auch seelische Erkrankungen wie Depressionen uns körperlich krank machen können.

Das vegetative Nervensystem als Schnittstelle zwischen Körper und Geist
Vermittelt wird die Regelung von Körperfunktionen durch das vegetative Nervensystem (auch autonomes Nervensystem genannt, weil wir es nicht willentlich beeinflussen können). Im vegetativen Nervensystem gibt es zwei Gegenspieler, die völlig gegensätzlichen Einfluss auf unseren Körper haben: den Parasympathikus, der für Ruhe und Regeneration sorgt, und den Sympathikus, der unseren Körper in Alarmbereitschaft versetzt. Man kann Parasympathikus und Sympathikus am besten mit der Bremse und dem Gaspedal bei einem Auto vergleichen. Jeder weiß, wie wichtig eine gut funktionierende Bremse ist, um Unfälle zu vermeiden. So ist es auch bei uns Menschen: Beispielsweise wird unter dem Einfluss des Sympathikus unser Herz elektrisch instabiler, so dass leichter Herzrhythmusstörungen auftreten, die sich bis zum lebensbedrohlichen Kammerflimmern ausweiten können. Der Einfluss des Parasympathikus dagegen vermag unser Herz zu schützen. Steht man – bildlich gesprochen – zulange auf dem Gaspedal, fügen wir unserem Körper Schaden zu. Doch wie bremsen? Weil nun unser Bewusstsein keinen direkten Einfluss auf unser limbisches System hat, ist es für uns leider nicht möglich, unseren Körper sozusagen per bewussten Befehl wieder zur Ordnung zu rufen.

Aber es gibt einen anderen, sehr wirksamen Weg: HRV-Biofeedback, der Schlüssel zum limbischen System und zu verbesserten Körperfunktionen Der günstige Einfluss verschiedener Entspannungstechniken auf unsere Gesundheit ist seit langem erwiesen. Manche Verfahren werden schon seit Jahrtausenden erfolgreich eingesetzt (z. B. Yoga). Wie man jetzt weiß, führen diese Entspannungstechniken zu einem Zustand der inneren Kohärenz. Darunter verstehen wir die Übereinstimmung im Verlauf von Atmung, Herzschlag und Blutdruck (Rhythmisierung). Unter dem Einfluss des Parasympathikus kommt es zur Synchronisation dieser drei Rhythmen im Zustand der Entspannung.

Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen den direkten Zusammenhang zwischen Körper und Psyche. Das Bindeglied zwischen Körper und Psyche ist unser vegetatives Nervensystem, welches unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit maßgeblich beeinflusst. Das vegetative Nervensystem besteht aus zwei Teilen: dem Parasympathikus ("Bremse") und dem Sympathikus ("Gaspedal"). Innere Ruhe, Selbstheilung und Regeneration setzen einen intakten und aktiven Parasympathikus voraus. Ist er zu schwach, dann ist unsere Regenerationsfähigkeit eingeschränkt, es treten vermehrt Entzündungen im Körper auf und Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzerkrankungen oder Stoffwechselentgleisungen (z. B. Diabetes) können entstehen. Auch unsere mentale Leistungsfähigkeit leidet, wir reagieren empfindlich auf äußeren Stress, sind


unausgeglichen, reizbar oder werden depressiv. Deshalb ist es bei den steigenden Anforderungen der heutigen Zeit unerlässlich, sich stärker um die "innere Bremse" zu kümmern, denn sie lässt sich gezielt trainieren. Bisher war das kaum möglich, da es keine Untersuchungsverfahren gab, um den Funktionszustand des Parasympathikus zu bestimmen.

 

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